Laminat

Was sind Laminatfussböden?

Laminatfussböden imitieren das Aussehen eines hochwertigen Bodenbelages (meist Parkett), bestehen allerdings aus einer preiswerten Trägerschicht, die mit einer dünnen Dekorschicht verziert und versiegelt wird.
Laminatfussböden sind in verschiedenen Paneelstärken und mit unterschiedlicher Abriebfestigkeit (Nutzungsklasse) erhältlich.
Hochwertige Laminate imitieren mit Strukturprägungen (zur Nachbildung einer gemaserten Holzoberfläche) und V-Fugen zwischen den Paneelen sehr realistisch das Aussehen eines echten Parkettbodens. Aufwändige Oberflächenversiegelungen ermöglichen den Einsatz von Laminat auch auf hochbelasteten Fussböden wie beispielsweise in Diskotheken.

Aus was bestehen Laminatböden?

Laminatböden bestehen aus folgendem Schichtaufbau (von oben nach unten):

  • Verschleiss- u. Dekorschicht aus Melaminharz (durchsichtig, ø < 1 mm).
  • Papier (Overlay), dekorativ bedruckt (Stein-, Marmor- oder Holzimitat)
  • Trägerplatte aus MDF etwa 6 mm
  • Gegenzugsschicht (Feuchteschutz von unten, wiederum Melaminharz)

Vorteil

  • als schwimmend verlegter Click-Laminat kann der Boden einfach und schnell wieder aufgenommen werden und an anderer Stelle wiederverlegt werden
  • Qualitativ gutes Laminat ist langlebig und robust, Sonneneinstrahlung verändert nicht den Farbton der Oberfläche
  • günstiger als Diele und Parkett
  • in vielen Designs und Mustern lieferbar
  • Laminat ist wenig isolierend und kann in der Regel gut auf Fussbodenheizung verlegt werden
  • leichte Reinigung und Pflege von Laminatböden birgt einen besonderen Vorteil für Allergiker oder Familien mit Kindern.

Nachteil

  • bei Beschädigungen oder Verschleiss der Oberfläche lassen sie sich nicht wie ein Massivholzparkett abschleifen, da unter der Dekorschicht sofort das Trägermaterial freigelegt würde.
  • Laminat kann aufgrund seiner Kunstoffoberfläche das Raumklima nicht wie z.B. eine geölte oder gewachste Parkettfläche, positiv beeinflussen.
  • das Laminat nur leicht feucht wischen, da zu viel Wasser zu einem partiellen Quellen der Trägerplatte führen kann (für Bäder ungeeignet)

Was bedeutet verlegefertiger Untergrund?

  • trocken, eben, fest
  • Toleranz von Unebenheiten sind bei 4 mm auf 2 m
  • ohne Teppich (zulässig als Untergrund sind PVC und Fliesen)
  • keine Möbel
  • Raumtemperatur spielt keine Rolle
  • Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch sein

Warum ist ein Teppichboden als Unterlage für Laminat ungeeignet?

Laminat auf Teppichboden zu verlegen, verstösst gegen die Verlegerrichtlinien des DLPF. Des Weiteren stellt dieser keinen ausreichend festen Untergrund dar und es kann bspw. bei punktuellen Belastungen dazu führen, dass die Paneele aufgehen. Auch aus hygienischen Gründen sollte der alte Belag entfernt werden, da es zu Geruchs- und Schimmelbildung infolge von Bakterien kommen kann. Sie verlieren auch jegliche Garantieansprüche bei dem Laminathersteller, wenn Sie das Laminat auf einen Teppichboden verlegen. Die Tritt- und Gehschallwerte werden auf Grund des unsachgemässen Untergrundes nicht mehr erreicht. Die Teppichbodenentfernung inkl. –entsorgung bieten wir für 6,35 €/m2 an.
Wie lange muss ich auf einen Auftrag warten?
Die Terminvereinbarung erfolgt schriftlich oder telefonisch. Sie können aber 2-3 Wochen einplanen. Das Verlegen eines Laminatbodens bis zu 70 m2 nimmt in der Regel zwei Tage in Anspruch.

Was sind Dampfbremsen und wann setzt man diese ein?

Dampfbremsen sind Folien aus Kunststoff (meist Polyäthylen, auch PE-Folie genannt), die das Eindringen von Feuchtigkeit über den Untergrund in den Laminatboden verhindern sollen. Sie müssen nur bei mineralischen Untergründen wie zum Beispiel Estrich, Beton verlegt werden, da sich unter bestimmten klimatischen Bedingungen Wasserdampf im Bodenbereich als Tauwasser niederschlagen und Bauschäden verursachen kann.

Wofür dienen die Nutzungsklassen, was sagen Sie aus?

Die Nutzungsklassen dienen dem Verbraucher zur Orientierung und dem Hersteller zur Klassifizierung seiner Produkte. In den Nutzungsklassen werden die Laminate nach ihrer Widerstandsfähigkeit, Abrieb und Stossfestigkeit eingestuft. In den Nutzungsklassen wird eine Empfehlung gegeben, für welchen Bereich (Wohnraum oder Gewerbeflaechen) ein jeweils klassifiziertes Laminat geeignet ist. Grundlage für die Klassifizierung der Laminate ist die DIN EN 13329.

Die Klassen „21, 22 und 23“ sind dem Bereich „Wohnen“ zugeordnet, die Klassen „31, 32 und 33“ gelten für den „gewerblichen Bereich“. Grundsätzlich gilt, je höher eine Ziffer und damit die Klasse, desto beanspruchbarer ist der Laminatfussboden.

Warum wir die Böden nur schwimmend verlegen…

Ganz allgemein bezeichnet man es als schwimmende Verlegung, wenn die einzelnen Dielen nur miteinander verbunden und nicht fest mit dem Untergrund verklebt werden. Die Elemente schwimmen daher gewissermassen auf dem Untergrund.

  • Verlegung ist einfacher/schneller
  • Ansprüche an den Untergrund sind geringer, dennoch ebene Fläche ist Voraussetzung
  • Gesundheitsvorteil da kein Klebstoff benötigt wird
  • Höhere Flexibilität, da bei mgl. Schäden einzelne Dielen problemlos ausgetauscht werden können

Des Weiteren werden die Sockelleisten, sowie die Übergangsschienen geklebt.

Kann man sich die Dekore auch live anschauen?

Sie können zum einen eine kostenfreie Musterbestellung bei uns aufgeben (telefonisch, via E-Mail oder Kontaktformular) oder direkt eine Joka-Filiale in Ihrer Nähe besuchen.

Verlegen Sie auch Flächen unter 20 m2?

Ja, aber wir müssen Ihnen dann einen Pauschalpreis berechnen. Dieser ist abhängig von der gewünschten Kollektion bzw. ob Sie das Material zur Verfügung stellen.
Wenn Sie aber mehrere Räumen haben und einer davon ist unter 20 m2, dann zählen die gesamten Räume bzw. die gesamte Flaeche.

Verlegen Sie auch kundeneigenes Material?

Laminat = 11,00 €/m2
Vinyl + Fertigparkett = 13,50 €/m2
Sockelleisten-/Übergangsschienenmontage = 4,00 €/lfm.
Auch hier gilt die Voraussetzung: Untergrund trocken, eben und fest und das Material muss für eine schwimmende Verlegung geeignet sein.

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